{"id":62,"date":"2013-12-02T08:47:45","date_gmt":"2013-12-02T06:47:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/blog\/?p=62"},"modified":"2015-04-03T09:38:09","modified_gmt":"2015-04-03T07:38:09","slug":"leiden-weg-von-sich-selbst-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/2013\/12\/leiden-weg-von-sich-selbst-sein\/","title":{"rendered":"Leiden &#8211; weg von sich selbst sein"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><a href=\"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSCF7367.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-297\" src=\"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSCF7367.jpg\" alt=\"DSCF7367\" width=\"369\" height=\"452\" \/><\/a>Wahrscheinlich kennt jeder das Gef\u00fchl, zeitweise oder st\u00e4ndig irgendwie belastet zu sein. Und wahrscheinlich kennt auch jeder das Ph\u00e4nomen, dass man erst etwas dagegen unternimmt, wenn die Belastung so gro\u00df ist, dass man sie nicht mehr aush\u00e4lt. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Das Gef\u00fchl, belastet zu sein, wird auch als Leiden bezeichnet. <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Leiden entsteht dadurch, dass wir uns von uns selbst entfernen.<\/b><\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Im Grunde ist es so, dass wir <i>nicht<\/i> unter unseren Gedanken, unter unseren Gef\u00fchlen, unter unseren Mustern, unter anderen Menschen oder unter unserer Lebenssituationen leiden, sondern immer nur darunter, <b>dass wir uns durch all dies von uns selbst abbringen lassen und uns dann zunehmend von uns selbst entfernen. <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Empfinden wir unser Leid als gro\u00df, dann ist wahrscheinlich auch die Entfernung erheblich, die wir zu uns selbst eingenommen haben. Wir entfernen uns nat\u00fcrlich nicht vors\u00e4tzlich von uns selbst. Es ist immer eine, meist unbewusste, Schutzma\u00dfnahme. Es kann so eine Art Wegd\u00e4mmern sein oder man besch\u00e4ftigt sich unentwegt. Jeder Mensch entfernt sich auf seine ganz pers\u00f6nliche Weise von sich selbst. Doch am Ende leiden wir alle gleich. Der eine h\u00e4lt mehr Leid aus, als der andere, manche k\u00f6nnen \u00fcber lange Zeit leiden und andere halten es nicht so lange aus. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Leiden ist immer ein selbst erzeugter Zustand. In ihm machen wir eine Bewegung weg von uns. Kommen wir uns wieder n\u00e4her, dann wird es leichter. Entfernen wir uns, dann kommt das Leid zur\u00fcck. Entfernen wir uns sehr weit, dann wird die Last immer schwerer und erdr\u00fcckender und zwingt uns oft regelrecht dazu, wieder zu uns zu kommen.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn wir dann eine Bewegung hin, zu uns selbst machen, dann sind da vielleicht Wut, Schmerz, Traurigkeit, Ohnmacht oder Leere. Vielleicht sind da Abwehrstrategien und lauter bekannte Verhaltensmuster. Vielleicht rast der Kopf auf Hochtouren. Vielleicht sind da Sorgen und \u00c4ngste. Durch das Zuwenden zu uns selbst geschieht etwas, das uns entlastet. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf uns selbst lenken, heraus aus der \u00e4u\u00dferen Welt, weg von unseren Mitmenschen, heraus aus dem Gedankenkarussell, <b>hin zu dem, was gerade ist<\/b>, dann sind wir bei uns. Je h\u00e4ufiger und intensiver wir genau dies tun, desto mehr und tiefer kommen wir bei uns an. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Wandlung, die durch das Zuwenden zu sich selbst geschieht, ist f\u00fcr mich am beeindruckendsten und wirkt meiner Erfahrung nach am nachhaltigsten.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir versuchen zu verstehen, abl\u00f6sen oder hinzuf\u00fcgen, ein Verhalten durch ein anderes ersetzen und vieles mehr, doch das bewirkt oft keine bleibende \u00c4nderung. W\u00e4hrend wir uns selbst ann\u00e4hern, geschieht noch etwas anderes, etwas, das nicht durch unsere Pers\u00f6nlichkeit oder durch einen Therapeuten bewirkt werden kann. Es ist diese <b>Wandlung<\/b>, die in dem Moment, wo wir ganz bei uns sind, einfach von sich aus geschieht. Es f\u00fchlt sich so an, als w\u00fcrde unsere Seele sich in uns breit machen. Dann bin ich nicht mehr dies, das, jenes, sondern eins in mir.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Manchmal reagieren wir auf diese Wandlung etwas panisch und greifen nach etwas Vertrautem, an dem wir uns festhalten k\u00f6nnen. Das ist ok und nur allzu nat\u00fcrlich, und doch, es wird nichts mehr so sein wie vorher.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Wenn wir bei uns angekommen sind, dann f\u00fchlen wir deutlich unsere st\u00e4ndig wechselnden inneren Verfassungen und auch alles um uns herum, doch wir sp\u00fcren auch, dass dies eine fr\u00fch angelegte Schutzma\u00dfnahme ist. Auf diese reagieren wir nun mit<b> Verbundenheit, N\u00e4he, Liebe, Klarheit und der Frieden. <\/b>Wir sind weniger verstrickt oder im Konflikt, sondern eher anwesend und pr\u00e4sent. Wir schauen mit mehr Liebe, Klarheit, Offenheit und friedlicher Gelassenheit auf alles in unserem Leben. Vielleicht hat sich ja an unserem Leben nicht viel ge\u00e4ndert, an dem Auf und Ab da drau\u00dfen und in uns da drinnen. <b>Wir sind uns selbst nur ganz nah und deshalb ist es nicht mehr so schwer, be\u00e4ngstigend und belastend<strong>. Es sind einfach die nat\u00fcrlichen Bewegungen des Lebens.<\/strong><br \/>\n<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.systemische-praxis-potsdam.de%2Fjudithmuecke%2F2013%2F12%2Fleiden-weg-von-sich-selbst-sein%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wahrscheinlich kennt jeder das Gef\u00fchl, zeitweise oder st\u00e4ndig irgendwie belastet zu sein. 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