{"id":359,"date":"2015-06-19T19:02:49","date_gmt":"2015-06-19T17:02:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/?p=359"},"modified":"2015-06-22T08:12:45","modified_gmt":"2015-06-22T06:12:45","slug":"depression-teil-i-geistige-unterdrueckung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/2015\/06\/depression-teil-i-geistige-unterdrueckung\/","title":{"rendered":"Depression &#8211; Teil I &#8211; geistige Unterdr\u00fcckung"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><a href=\"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSCF4577.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-360\" src=\"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSCF4577.jpg\" alt=\"DSCF4577\" width=\"409\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSCF4577.jpg 2112w, https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSCF4577-300x270.jpg 300w, https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSCF4577-1024x923.jpg 1024w, https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSCF4577-624x562.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 409px) 100vw, 409px\" \/><\/a><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\">Beim Depressiv-Sein<b> geht es immer um Formen von Unterdr\u00fcckung.<\/b> In meiner t\u00e4glichen Praxis nehme ich depressive Zust\u00e4nde auf drei m\u00f6glichen Ebenen wahr:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><b>geistig:<\/b> als qu\u00e4lende entmutigende abwehrende Gedanken<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><b>emotional:<\/b> als unterdr\u00fcckte verdichtete festgehaltene Gef\u00fchle<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><b>k\u00f6rperlich: <\/b>als Ersch\u00f6pfung, Entz\u00fcndungen, Schmerzen, Schlaflosigkeit, Antriebs- und Kraftlosigkeit<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><b>Depression auf der geistigen Ebene<\/b><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\">Wir erzeugen permanent Gedanken. Die Qualit\u00e4t unserer Gedanken h\u00e4ngt davon ab, wie wir gepr\u00e4gt wurden und welche Einfl\u00fcsse wir in unserem Leben zugelassen haben. Aber auch davon, ob wir es gelernt haben, unsere Gedanken bewusst wahrzunehmen und sie zu steuern. Zwischen zerst\u00f6rerischen, qu\u00e4lenden, entmutigenden, abwertenden<span style=\"font-size: medium;\">, hinderlichen, schlechten, ablehnenden sowie abwehrenden <\/span>Gedanken und aufbauenden, <span style=\"font-size: medium;\">angenehmen, wertsch\u00e4tzenden, optimistischen, wohlwollenden sowie konstruktiven Gedanken, liegt ein weites Feld an qualitativen M\u00f6glichkeiten, die wir nutzen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend einer geistigen Depression haben wir uns f\u00fcr eine Ecke dieses Feldes entschieden: den <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>negativen Bereich<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> und <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>unterdr\u00fccken von dort aus alle anderen geistigen Qualit\u00e4ten<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">. Hier klammert sich unser Verstand an Gedanken, die der Abwehr, der Verteidigung, dem R\u00fcckzug, der Abgrenzung, der Kampfbereitschaft und der Auflehnung dienen. Diese Gedankenformen sind nicht schlecht. Es gibt viele Situationen, in denen solche Gedanken absolut angemessen und authentisch sind. Doch wenn wir in ihnen steckenbleiben und uns selbst, dem Leben und unseren Mitmenschen unentwegt auf diese Weise begegnen, dann schaden uns derartige Gedanken indem sie uns unsicher, \u00e4ngstlich, handlungsunf\u00e4hig und traurig machen. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Um unser Denken aus der Negativecke heraus zu bekommen, k\u00f6nnen wir erst einmal wahrnehmen, was unser Verstand unentwegt produziert, indem wir ihm zuh\u00f6ren. Wir k\u00f6nnen auch darauf achten, was wir selbst sagen, wenn wir uns mit anderen Menschen unterhalten. Au\u00dferdem ist es sinnvoll zu h\u00f6ren, was wir um uns herum an Negativit\u00e4t aufnehmen. Umgeben wir uns mit Menschen, die alles schlecht machen? Entscheiden wir uns f\u00fcr Sendungen im Fernseher oder im Netz, in denen es um Elend, Krieg und Ungl\u00fcck geht? All diese Einfl\u00fcsse f\u00fcttern unseren Geist mit Negativit\u00e4t und motivieren unser Denken, deprimierende Gedanken zu produzieren. Haben wir heraus gefunden, welche Gedankenformen wir unbewusst bevorzugen, dann k\u00f6nnen wir unseren Verstand darauf aufmerksam machen, dass wir das so nicht mehr wollen. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Immer, wenn Ihnen auff\u00e4llt, dass Sie aus alter Angewohnheit destruktive Gedanken erzeugen, dann sagen Sie zu der denkenden Stimme in ihrem Kopf: \u201eHey du, h\u00f6r auf damit. Das st\u00f6rt mich. Es entmutigt, beklemmt und stresst mich.\u201c oder einfach nur: \u201eStopp, lass das.\u201c Sie werden bemerken, dass Ihr Denken sofort unterbrochen wird. Es entsteht eine Gedankenl\u00fccke. Jetzt k\u00f6nnen Sie ihrem Verstand Alternativen anbieten, denn wenn Sie das nicht tun, dann greift er gleich wieder nach den \u00fcblichen und bekannten Gedankenmustern. <\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sie k\u00f6nnen ihren Verstand beauftragen, den Tag zu planen oder ihn \u00fcberlegen lassen, was Sie tun k\u00f6nnen, um sich heute etwas Gutes zu tun. Sie k\u00f6nnen ihm auch Fragen stellen. Zum Beispiel: \u201eWarum f\u00fchrst du ein Gespr\u00e4ch weiter, das bereits beendet ist? Warum denkst du \u00fcber andere Menschen nach und \u00fcber Situationen, die du nicht \u00e4ndern kannst? Warum malst du dir die Zukunft so finster aus? Woher wei\u00dft du denn, was passieren wird? Du kennst doch nur das, was hinter mir liegt?\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Helfen Sie Ihrem Verstand mit Fragen, um ihn aus seinen Gr\u00fcbeleien heraus zu begleiten: \u201eWomit mache ich mir selber das Leben schwer? Was brauche ich, dass es mir in diesem Lebensbereich besser geht? Was will mich diese Situation lehren? Was gibt es zu lernen? Welchen Nutzen ziehe ich aus meinem Problem? Was h\u00e4tte mir ein alter weiser Mann dazu zu sagen? Was will ich beweisen oder wo will ich meinen Willen durchsetzen? Will ich \u00fcberhaupt etwas \u00e4ndern? Welche Schritte w\u00e4ren n\u00f6tig? Bin ich bereit sie zu gehen? Was w\u00fcnsche ich mir am meisten? Wie kann ich meine Meinung und meine Bed\u00fcrfnisse \u00e4u\u00dfern, ohne anzugreifen oder zu fordern? Wie f\u00fchlt es sich an, wenn ich streng mit mir bin? Was nutzt mir mein hoher Anspruch: Gibt er mir Sicherheit? Will ich dadurch Liebe bekommen? Oder Anerkennung? Was f\u00fchle ich gerade? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">Solange unser Geist keine dienende Haltung eingenommen hat, mit der er einen Weg ebnet, auf dem unsere Lebenssituationen sich zu unserem Wohle ver\u00e4ndern kann, braucht er unsere Hilfe und Unterst\u00fctzung. Wenn er autonom und abgegrenzt ist und unbewusste Monologe f\u00fchrt, dann f\u00fchrt uns das in Konflikte und erh\u00e4lt Lebenssituationen, die uns ungl\u00fccklich machen. Wir brauchen gar nicht so sehr an unserem Denken herumdoktern, es reicht v\u00f6llig aus, wenn wir es einfach nicht immer so allein vor sich hin plaudern lassen. Also: Immer mal \u201ehallo\u201c nach oben sagen, wenn unser Geist mal wieder vernichtend oder pessimistisch auf unsere Realit\u00e4t reagiert. <\/span><\/span><\/b><\/span><\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.systemische-praxis-potsdam.de%2Fjudithmuecke%2F2015%2F06%2Fdepression-teil-i-geistige-unterdrueckung%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Depressiv-Sein geht es immer um Formen von Unterdr\u00fcckung. 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