{"id":355,"date":"2015-06-01T17:23:42","date_gmt":"2015-06-01T15:23:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/?p=355"},"modified":"2015-06-01T17:23:42","modified_gmt":"2015-06-01T15:23:42","slug":"vom-umgang-mit-dem-inneren-kind-teil-iv-trost-und-zuversicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/2015\/06\/vom-umgang-mit-dem-inneren-kind-teil-iv-trost-und-zuversicht\/","title":{"rendered":"Vom Umgang mit dem Inneren Kind \u2013 Teil IV \u2013 Trost und Zuversicht"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><a href=\"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSCF4534.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-356\" src=\"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSCF4534.jpg\" alt=\"DSCF4534\" width=\"312\" height=\"481\" srcset=\"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSCF4534.jpg 1932w, https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSCF4534-195x300.jpg 195w, https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSCF4534-665x1024.jpg 665w, https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSCF4534-624x961.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 312px) 100vw, 312px\" \/><\/a><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Tr\u00f6stende Zuwendung<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Unsere inneren Kinder brauchen, wenn sie seelischen Schmerz in sich tragen, immer mal wieder unsere tr\u00f6stende Zuwendung. Oder die einer anderen Person. Vor allem dann, wenn alter Schmerz in uns aufsteigt. In der Regel passiert dies ganz unerwartet in unseren Beziehungen. Unsere nahen Mitmenschen verhalten sich oft instinktiv auf eine ganz bestimmte Weise, die bewirkt, dass sich in uns alter Schmerz l\u00f6st, sich ausdehnt und f\u00fcr uns f\u00fchlbar wird. Dann denken wir meistens, dass derjenige uns in diesen Momenten verletzt, das f\u00fchlt sich genauso an, doch das ist meistens nicht wirklich so. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Das Verhalten unserer Mitmenschen ist nicht die Ursache, sondern immer nur der Ausl\u00f6ser. Wenn wir im Kontakt pl\u00f6tzlich seelischen Schmerz, Einsamkeit, Verlustangst oder Trauer sp\u00fcren, dann sind dies alte, von uns selbst begrabene Gef\u00fchle, die in diesen Momenten unverhofft erwachen. \u00dcbernehmen wir die Verantwortung f\u00fcr unsere Gef\u00fchle, dann k\u00f6nnte dies so aussehen: <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>W\u00e4hrend du so bist, wie du eben bist, sp\u00fcre ich wie viel Schmerz in mir ist, wie einsam ich mich eigentlich f\u00fchle, wie viel Angst und Trauer in mir steckt. Bitte lass mich dir davon erz\u00e4hlen. Vielleicht kannst du mich mal in den Arm nehmen, dann kann ich es besser aushalten, w\u00e4hrend ich es weiter zulasse, mich zu f\u00fchlen. <\/b>Oder:<b> Ich sp\u00fcre gerade einen gro\u00dfen Schmerz. Der ist alt und schon lange in mir. Du hast ihn nur ausgel\u00f6st. Bitte lass mich jetzt allein, so dass ich mich darauf einlassen kann, um dir dann wieder klarer begegnen zu k\u00f6nnen. <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Eine andere M\u00f6glichkeit, in der sich alter Schmerz zeigen kann, ist, wenn wir uns absichtlich darauf einlassen. In Therapie- oder Beratungssituationen, durch Selbstwahrnehmung, Achtsamkeit oder Meditation. Jede Form, durch die wir uns selber n\u00e4her kommen, kann dazu f\u00fchren, dass wir \u00fcberraschend l\u00e4ngst vergessenen Gef\u00fchlen begegnen. Beziehungen zu anderen Menschen, bestimmte Situationen oder Sinneseindr\u00fccke eignen sich jedoch am besten, da sie unseren alten Schmerz blitzschnell und heftig, vorbei an unseren Kontrollinstanzen und inneren Besch\u00fctzern, an die Oberfl\u00e4che bringen k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Haben unsere Eltern selber keinen Trost bekommen, dann werden sie in Situationen, in denen wir Trost brauchten, schnell \u00fcberfordert gewesen sein. Anstatt uns zu tr\u00f6sten, haben sie vielleicht auf unterschiedlichste Weise versucht, uns von unserem seelischen Schmerz abzulenken oder sie wurden streng, um den Ausdruck unseres Schmerzes auf diese Art zu unterbinden. Seelischer Schmerz braucht einen liebevollen warmen standhaften Raum, in dem er sich ausbreiten kann, bis er sich aufgel\u00f6st hat. Trost kann in einer Art seelischer Umarmung, auch in einer k\u00f6rperlichen, diesen Raum bieten. Wenn wir uns oder eine andere Person tr\u00f6sten wollen, dann brauchen wir eine entsprechende innere Haltung. Diese sollte vor allem wertfrei, geduldig, weich und herzlich sein. Sie sollte jede schmerzhafte Welle, die aufsteigt, jede Tr\u00e4ne, jeden Laut und jede Regung von Herzen begr\u00fc\u00dfen, in dem Sinne: Sei willkommen, sch\u00f6n, dass du dich zeigst. Ich bin da f\u00fcr dich und halte dich, egal wie heftig es wird und wie lange es auch dauern mag. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Zuversicht<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Auf seelischen Schmerz, auf Unsicherheit oder Angst reagieren wir auch gern mal mit Sorge, Strenge oder Ignoranz. Sorge ist eine sehr deprimierende Form der Zuwendung und wird leider oft als liebende Anteilnahme verkannt. Es ist in Wirklichkeit ein entmutigendes Mitleiden und daher nicht sehr hilfreich. Wenn jemand mit Strenge und Druck auf alte Gef\u00fchle reagiert, die aufsteigen und nach Heilung suchen, dann bewirkt dies noch tiefere Verletzungen oder f\u00fchrt zu einer st\u00e4rkeren Unterdr\u00fcckung und Abspaltung. Oft wird Strenge zum Selbstschutz eingesetzt oder ganz pragmatisch, um weiter funktionieren zu k\u00f6nnen. Auf unsere Innere-Kind-Ebene wirkt H\u00e4rte und Gewalt jedoch erdr\u00fcckend und Angst einfl\u00f6\u00dfend und ist \u00fcberhaupt nicht hilfreich. Ignoranz ist eine kalte indirekte Form der Gef\u00fchlskontrolle. Hier wird eher Abstand gesucht. Den unliebsamen Gef\u00fchlen wird der R\u00fccken zugekehrt. Sie werden unliebsam und gleichg\u00fcltig weggeschoben. Auch dieses Verhalten ist nicht sehr dienlich im Umgang mit dem inneren Kind. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Eine bessere innere Haltung im Umgang mit uns selbst ist Zuversicht. Sind wir zuversichtlich, dann glauben wir an uns, wir vertrauen dem Besten und Gr\u00f6\u00dften in uns. Wir sagen ja, zu dem, was gerade ist und erkennen es als richtig und gut an, egal, welche Form es angenommen hat. Es ist eine annehmende Haltung, die davon ausgeht, dass jeder unliebsame Zustand sich zum Besseren wenden kann, nur liebend und wertfrei in Empfang genommen werden will. Zuversicht schenkt Hoffnung und Freude. Sie h\u00e4lt das Positive und Gute hoch, sieht Probleme als Chancen, spendet Kraft, sie weitet uns ganz sanft, wenn es eng geworden ist, sie erinnert uns an unseren Wert, st\u00e4rkt unsere Selbstachtung, sie ist ein Licht in dunklen Momenten und schenkt uns Gelassenheit. <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.systemische-praxis-potsdam.de%2Fjudithmuecke%2F2015%2F06%2Fvom-umgang-mit-dem-inneren-kind-teil-iv-trost-und-zuversicht%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tr\u00f6stende Zuwendung Unsere inneren Kinder brauchen, wenn sie seelischen Schmerz in sich tragen, immer mal wieder unsere tr\u00f6stende Zuwendung. 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