{"id":333,"date":"2015-04-25T14:45:45","date_gmt":"2015-04-25T12:45:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/?p=333"},"modified":"2015-04-27T08:35:38","modified_gmt":"2015-04-27T06:35:38","slug":"333","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/2015\/04\/333\/","title":{"rendered":"Vom Umgang mit den Inneren Kind &#8211; Teil III &#8211; Schutz"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm;\"><a href=\"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/DSCF4645-e1429897517926.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-332\" src=\"https:\/\/www.systemische-praxis-potsdam.de\/judithmuecke\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/DSCF4645-e1429897517926.jpg\" alt=\"DSCF4645\" width=\"418\" height=\"500\" \/><\/a><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Wie k\u00f6nnen wir unser Inneres Kind sch\u00fctzen?<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; padding-left: 30px;\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Vom Versuch, uns zu sch\u00fctzen<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Im Grunde bewachen wir unsere Innere-Kind-Ebene pausenlos. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">F\u00fcr diesen Zweck setzen wir unterschiedlichste Strategien ein. Einige davon funktionieren sogar so gut, dass wir selbst, wenn wir es wollten, keinen Zugang mehr zu unseren Gef\u00fchlsebenen finden. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Muster und Angewohnheiten, mit denen wir unsere sensibelsten Ebenen sch\u00fctzen, k\u00f6nnen folgende sein:<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">gr\u00fcbeln, viel reden, sich ablenken, sich mit anderen Menschen besch\u00e4ftigen, unentwegt anderen helfen wollen, anderen die Schuld geben, problematisieren, dramatisieren, sich bet\u00e4uben, immer besch\u00e4ftigt sein, funktionieren, immer lustig sein, distanziert sein, ausweichen, oberfl\u00e4chlich sein, spirituelle Abgehobenheit, sich st\u00e4ndig streiten, starkes Be- und Verurteilen, Scheinharmonien erzeugen, immer etwas wollen, besonders anspruchsvoll sein, trotzen, nicht abschalten k\u00f6nnen, Nervosit\u00e4t, Ehrgeiz, sich zur\u00fcck ziehen, immer Ablenkung suchen u.v.m.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Diese Verhaltensweisen bewachen uns, indem sie uns davon abhalten, tiefer mit uns selbst in Kontakt zu kommen. Sie bewachen immer etwas in uns, was wir nicht f\u00fchlen wollen &#8211; meist fr\u00fch erlittenen seelischen Schmerz.<\/strong> Manche Menschen haben einfach Angst davor oder es wird als zu heftig empfunden, was da tief in ihnen lauert oder aber es gibt eine grundlegende Ablehnung dagegen, sich mit den l\u00e4stigen und ungeliebten Gef\u00fchlen anzufreunden. Es kann aber auch sein, dass es einfach eben so ist, nie dar\u00fcber nachgedacht, nie davon geh\u00f6rt wurde, dass wir aus zwei oder mehreren Teilen bestehen: der, der sch\u00fctzt und der, der diesen Schutz braucht. Diese inneren Teilungen geschehen bei uns allen immer aus einer Not heraus, in einem Alter, in dem wir einfach keine andere Wahl haben. Schutz bedeutet hier auch, die F\u00e4higkeit zu besitzen, zu vergessen was uns passiert ist und zu verbergen, wie es sich angef\u00fchlt hat. Unsere Wachmannschaften werden von Jahr zu Jahr st\u00e4rker. Sie passen von sich aus unentwegt beharrlich auf. Und sie haben immer Grund dazu. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">W\u00fcrde ein Mensch pl\u00f6tzlich aufh\u00f6ren, sich sch\u00fctzend abzuschirmen, dann w\u00e4re er seinen Untiefen vollkommen ausgesetzt. \u00dcber ihn w\u00fcrden Zust\u00e4nde hereinbrechen, die durchaus unangenehm sein k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren: <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Traurigkeit, Verlustschmerz, Verletzungen, Einsamkeit, \u00dcberforderung, Ersch\u00f6pfung, sich klein und hilflos f\u00fchlen, wertlos sein, Orientierungslosigkeit, Traumata, Unverbundenheit, Spannungen, Zorn, jemanden etwas antun wollen, kein Kontakt zum K\u00f6rper halten k\u00f6nnen, verloren sein, Schwere, schwarze Abgr\u00fcnde, nicht geliebt worden sein, Leere usw. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Nachteil bei dieser Form des Selbstschutzes (und ich kenne niemanden, der keine solche Kontrollinstanzen hat) ist der, dass wir viel Lebensenergie investieren m\u00fcssen und dann trotzdem verletzt werden, m\u00fcde und ungl\u00fccklich werden und sich das Leben (unsere Seele) nicht so prall und vollst\u00e4ndig durch uns entfalten kann. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Vorteil ist, dass wir uns auf diese Weise Stabilit\u00e4t und Halt geben und dass wir uns im Griff und unter Kontrolle haben. Diese Qualit\u00e4ten sind f\u00fcr uns sehr wichtig. Vor allen, wenn uns Halt und Stabilit\u00e4t in unseren Kinderjahren gefehlt hat.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><!--more--><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Der Versuch, uns zu sch\u00fctzen, ist ein Schutz, bei dem wir irgendwie drauf zahlen, einer, der uns eher beschr\u00e4nkt und begrenzt. Solange diese Form des Schutzes jedoch \u201eertr\u00e4glicher\u201c ist, als die verunsichernde Vorstellung, ihn sein zu lassen, werden wir einen Teufel tun, daran irgendetwas zu \u00e4ndern. <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Ein wirklicher Schutz<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ein anderer Schutz, der auf Dauer weniger anstrengend ist und uns weniger einz\u00e4unt, entsteht, wenn wir beschlie\u00dfen, seelisch heil zu werden. Wenn wir uns \u00f6ffnen f\u00fcr unser Inneres, den alten Schmerz und die weit zur\u00fcck liegenden Verletzungen zulassen, uns selbst lieben und wert sch\u00e4tzen, uns lieben und wertsch\u00e4tzen lassen. Oft geschieht dies, wenn unsere Not, die aus dem oben beschriebenen Schutz entstehen kann, zu gro\u00df geworden ist. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">An dieser Stelle k\u00f6nnen zwei Dinge sehr hilfreich sein. Zum einen ist es gut, wenn ein Mensch, der sich f\u00fcr sein Innerstes \u00f6ffnet, nicht allein ist, sondern jemanden hat, der ihm Halt gibt. Einen tr\u00f6stenden, beistehende Halt. Ein Halt, der vermittelt: ich bin da, egal, was passiert und ich bleibe, ohne zu werten und zu wollen. Zum anderen kann man an diesem Punkt versuchen, sich f\u00fcr ganz kleine Ver\u00e4nderungen in seinem Leben zu entscheiden, die Entlastung bringen, jedoch nicht die eigene Stabilit\u00e4t anr\u00fchren. <\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Die Heilung des Inneren Kindes ist langfristig gesehen der sicherste Schutz. Kinder, die geliebt werden, sind mit dem bestm\u00f6glichen Schutz ausgestattet. Bei schweren Schicksalen finden wir immer Kontaktlosigkeit und einen unterbrochenen Liebesfluss. Ganz praktisch bedeutet das f\u00fcr uns, dass der Kontakt und die Liebe zu unserem Inneren Kind, uns das Gef\u00fchl verleiht, gesch\u00fctzt zu sein. Bin ich f\u00fcr mich da, dann bin ich sicherer, offener und kann auch die Liebe und die Sicherheit von den Menschen, die um mich herum sind und mich lieben, besser empfangen. Au\u00dferdem geraten Menschen, deren Verletzungen geheilt sind, nicht in Lebenssituationen, in denen sie verletzt oder gedem\u00fctigt werden. Liebe, Klarheit und Freude breiten sich aus. Was einst deprimierend und kr\u00e4nkend war, hat keinen Einfluss mehr auf uns. Wir k\u00f6nnen es liebevoll annehmen oder einfach dort lassen, wo es hingeh\u00f6rt.<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Ein weiterer Schutz<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm; font-weight: normal;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Century Gothic,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ein weiterer Schutz besteht darin, unsere Krieger und Kriegerinnen zu benutzen. Grenzen ziehen. Nein sagen. Unseren Mitmenschen klar signalisieren: hier ist Schluss, bis dahin und nicht weiter. Uns aus Situationen entfernen, die uns nicht gut tun. Stellung beziehen. Feurig, kraftvoll und gef\u00e4hrlich sein und daf\u00fcr die volle Verantwortung \u00fcbernehmen. Also nicht andere anbr\u00fcllen und ihnen dann die Schuld daf\u00fcr geben, sondern zu sich stehen, bei sich bleiben. Ruhig mal laut werden, nicht aus dem eigenen verletzt sein heraus, was immer auch den Gegen\u00fcber verletzt, sondern aus einer Kraft heraus, die sagt: hier bin ich und das passt mir nicht. Unsere wilden Seiten lieben und diese zu unserem Schutz einsetzen. Grenzen ziehen, doch nicht \u00fcber die Grenzen unserer Mitmenschen gehen. Nicht andere vernichten wollen, sondern die eigene Kraft zum eigenen Wohle einsetzen. Das ist nicht nur gesund, vitalisierend, sch\u00fctzend und wirkt anziehend, sondern kann sogar richtig Spa\u00df machen. <\/span><\/span><\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.systemische-praxis-potsdam.de%2Fjudithmuecke%2F2015%2F04%2F333%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnen wir unser Inneres Kind sch\u00fctzen? 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